| Gegenwart Nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurde die Sowjetunion Vorreiter bei der Konzeptionierung strategisch einsetzbarer Fallschirm- und Luftlandeverbände. Erst der Koreakrieg zwang die Westalliierten dazu, das Thema der mobilen luftbeweglichen Kräfte erneut aufzugreifen und die Fallschirmtruppen als schnelle Reaktionskräfte auszuprägen. Basierend auf den Erfolgen der französischen Armee im Algerischen Unabhängigkeitskrieg, wo Fallschirmjäger erstmals Hubschrauber im taktischen Einsatz verwendeten, entwickelte sich das Konzept der Luftkavallerie (Air Cavalry) das insbesondere im Vietnamkrieg genutzt wurde. Einige Nationen zogen aus diesen Erfahrungen jedoch falsche Schlüsse und glaubten, erkannt zu haben, daß sich prinzipiell jeder Infanterist per Hubschrauber flexibel auf dem Gefechtsfeld absetzen läßt und dadurch der Sprungeinsatz von Fallschirmjägern obsolet geworden sei. Der Hintergrund dieser Überlegungen war vorrangig weder strategischer noch taktischer Natur, sondern Budgetkürzungen (Abschaffung der verhältnismäßig teuren und ausbildungsintensiven Fallschirmjägerverbände, bzw. Umwandlung in luftmobile leichte Infanterie ohne Befähigung zum Sprungeinsatz), die allerdings von den politischen Realitäten überholt wurden, da die Notwendigkeit der Unterhaltung schneller Krisenreaktionskräfte als Speerspitze größerer Aufgebote weiterhin bestand. Diese Notwendigkeit besteht auch nach dem Fall des sog. eisernen Vorhangs weiterhin, wie die zahlreichen Einsätze unter massiver Einbeziehung von Fallschirmjäger- und Luftlandeverbänden in weltweiten Krisenregionen - nicht nur im Kampf gegen den internationalen Terrorismus - belegen. |